Nicht um jeden Preis

Die hohe Präsens von Burnout bewegte die Jobbörse TalentFrogs zu einer Umfrage, in der 2291 Jobsuchende befragt wurden, ob diese für einen stressfreien Job weniger Gehalt akzeptieren würden.
Die deutliche Mehrheit von 65 Prozent der Befragten würden Gehaltseinbußen im Zuge einer Zusicherung eines stressfreien Jobs hinnehmen. Interessant ist der geschlechterspezifische Unterschied. Deutliche 73 Prozent der Frauen und immerhin mehr als die Hälfte der Männer (58 Prozent) würden das stressfreie Jobangebot annehmen.
Nach dieser Feststellung sind Unternehmen gut beraten, das Stresslevel Ihrer Mitarbeiter regelmäßig zu überprüfen. Diese Studie in Kombination mit dem Engagement Index (vgl. Innere Kündigung – Herausforderung für Führungskräfte) macht deutlich, dass Arbeitnehmer nicht mehr bereit sind alles zu ertragen. So warnt Financial Times Deutschland: „Unternehmen sollten das im Hinterkopf haben, bevor sie die Arbeitsaufgaben aufstocken.“ Des weiteren verweist die Redakteurin Sabine Meinert auf die hohe Relevanz eines betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Auch Employee-Assistant-Programme (EAP) haben sich verdient gemacht. Führungskräfte können sich hierdurch relevante Soft-Skills aneignen. Das Kölner Institut für angewandtes Wissen (IAW) empfiehlt Mitarbeiter schnell und umfassend zu informieren. Aber auch auf Selbstverständlichkeiten, wie eine persönliche Ansprache zu achten.
Auch treibt es sicherlich einigen Vorgesetzen den Schweiß auf die Stirn, wenn es darum geht, die Führungskompetenz durch die Mitarbeiter bewerten zu lassen. Dennoch ermöglichen solche Bewertungen Firmen noch rechtzeitig zu reagieren. Chefs mit schwächelnden sozialen Kompetenzen könnten sich so coachen lassen. Dies würde zum einen das Betriebsklima verbessern und einen persönlichen Gewinn für die Führungskraft bedeuten.

Quelle:
Financial Times Deutschland
TalentFrogs

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Benjamin Fathi

Gründer, Redakteur und Autor
Gründer, Redakteur und Autor bei Gesundheit & Management. Gesundheitsmanager und Sportwissenschaftler.

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