Kolumne – Wege zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (2)

Die Unternehmenskultur

65bcb3163_6899674,3Die Entwicklung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagement bedeutet die Veränderung einer Unternehmenskultur. Solche Veränderungen finden in der Regel auf zwei Ebenen statt. Zum einen wird ein Umdenken in der Chefetage benötigt und zum anderen müssen Mitarbeiter mit eingebunden werden. Beides bedingt sich gegenseitig. Ein Bespiel soll die gegenseitige Abhängigkeit verdeutlichen.Möchte das Top-Management ein erfolgreiches BGM aufbauen, so wird dies nur gelingen, wenn die Mitarbeiter der Idee folgen und sich aktiv an den einzelnen Angeboten beteiligen. Wirkt die Idee unglaubwürdig wird dies direkte Auswirkungen auf die Mitarbeiterbeteiligung haben.
Aber das Gleiche gilt für den umgekehrten Ansatz. Angenommen ein Betriebsrat möchte gemeinsam mit der Belegschaft ein solches Konzept etablieren, dann wird dies nur funktionieren, wenn die Unternehmensleitung sich den entsprechenden Konzepten annimmt. Sträubt sich das Top-Management gegen ein solches Konzept, werden weder Ressourcen noch ausreichend Unterstützung geboten um tatsächlich eine Veränderung in der Unternehmenskultur zu erzielen.
Somit kann als ein wichtiger Punkt festgehalten werden, dass sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmervertretung im Unternehmen die Sinnhaftigkeit eines BGM verstanden haben und folglich gemeinschaftlich an der Umsetzung arbeiten.
Die Formulierung des Gesundheitgedankens und die Verknüpfung mit den obersten Leitzielen des Unternehmens kann als notwendige Voraussetzung formuliert werden. Darauf basierend kann das BGM-Konzept weiterentwickelt und aufgebaut werden. Es dient zudem der Verinnerlichung der Idee bis hin zu den Führungskräften und Mitarbeitern.

Nächste Woche werden wir unsere Aufmerksamkeit dem Motor des Konzepts widmen.

 

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Benjamin Fathi

Gründer, Redakteur und Autor
Gründer, Redakteur und Autor bei Gesundheit & Management. Gesundheitsmanager und Sportwissenschaftler.