Kolumne – Wege zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (1)

Win-Win

65bcb3163_6899674,3Wenn an dieser Stelle nicht der Weg das Ziel sein soll und wir ein etabliertes betriebliches Gesundheitsmanagement als oberstes Ziel sehen, dann ist es nur folgerichtig, wenn wir uns zunächst dem Ziel widmen und somit die Eckpfeiler bzw. die Definition eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements betrachten. Als online Informationsplattform erlaube ich mir eine Definition von Wikipedia zu zitieren. Für alle Kritiker unter Ihnen, es folgen auch noch weitere Definitionen, die sich auf andere Quellen beziehen. Nun jedoch wie bereits angekündigt die Definition von Wikipedia:

„Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist die Gestaltung, Lenkung und Entwicklung] betrieblicher Strukturen und Prozesse, um Arbeit, Organisation und Verhalten am Arbeitsplatz gesundheitsförderlich zu gestalten. Sie sollen den Beschäftigten und dem Unternehmen gleichermaßen zugutekommen“ (1)

Diese Definition umschreibt recht einfach den Kern eines BGM und verdeutlicht gleichzeitig die anzustrebende Win-Win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Somit kann BGM mit einer anzustrebenden Win-Win-Situation verstanden werden, die im alltäglichen Arbeitsleben nicht selbstverständlich ist. Auch trifft dies nicht automatisch auf das BGM zu, sondern vielmehr lässt sich hieraus das beidseitige Interesse ableiten, warum mittlerweile insbesondere die großen Unternehmen solche Konzepte in den Betrieben installiert haben.

Der Begriff Win-Win-Situation beschreibt einen Zustand, der alle Seiten glücklich machen sollte. Möchten wir, bitte verzeihen Sie mir meine Theatralik,  dieses ausgeglichene Paradies auf Erden erreichen, dann bedeutet BGM

„1. Stärkung des Sozial- und Humankapitals
2.Verbesserung von Wohlbefinden und Gesundheit
3. Verbesserung von Produktivität, Qualität und Wirtschaftlichkeit.“ (U. Walter, 2010) (2)

Zukünftig werde ich diese drei Punkte nur noch die magischen 3 nennen. Diese Punkte können in ihrer Wichtigkeit nicht überbewertet werden. Möchten wir also die Konkurrenzfähigkeit eines BGM gegenüber anderen Geschäftsbereichen ausbauen, dann darf ebenfalls der dritte Punkt nicht vernachlässigt werden. Hierin habe ich bereits persönlich erlebt, wie sich Konzepte nahezu ins Abseits bewegt haben und zwar letztlich nur aus dem Grund, dass die Wirtschaftlichkeit des BGM schlicht nicht nachgewiesen wurde. Hiermit meine ich nicht, dass das BGM nicht effektiv war. Vielmehr wurde schlichtkeine Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt. Ich schließe diesen Absatz mit dem Verweis, dass BGM auch Controlling bedeutet. Nur so kann die Effektivität des Konzepts bewiesen werden.

Legen wir unseren Fokus nochmals auf den Titel der Kolumne. Sollen wesentliche Abschnitte der Wege beschrieben werden, dann war die Voraussetzung zunächst das Ziel zu beschreiben. Das wurde in diesem Teil getan. Nächste Woche konzentrieren wir uns auf die ersten Schritte.

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebliches_Gesundheitsmanagement Zugriff am 06.12.2013 um 14:00 Uhr.

(2) Uta Walter (2010): Standards des Betrieblichen Gesundheitsmanagements In: Badura, Bernhard/ Uta Walter/ Hehlmann, Thomas (Hrsg.): Betriebliche Gesundheitspolitik. Der Weg zur gesunden Organisation. Berlin, Heildelberg. S. 147-161.

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Benjamin Fathi

Gründer, Redakteur und Autor
Gründer, Redakteur und Autor bei Gesundheit & Management. Gesundheitsmanager und Sportwissenschaftler.

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