BGM in Deutschland: Situation und Notwendigkeit

Dem betrieblichen Gesundheitsmanagement kommt als Bestandteil des Qualitätsmanagements eine immer größere Bedeutung zu. Dieser ohnehin stattfindende Prozess ist in den vergangenen Jahren nicht zuletzt dadurch beschleunigt worden, dass die Alterung der Gesellschaft auch vor den Unternehmen nicht halt gemacht hat und qualifizierte Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt zunehmend schwieriger zu gewinnen sind.

Auch die Entwicklung der Krankheitskosten ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen: 2006 wurden allein 26,7 Milliarden Euro Kosten durch psychische Erkrankungen verursacht. Damit stieg dieser Kostenblock im deutschen Gesundheitswesen im Zeitraum 2002 – 2006 besonders stark, nämlich um 3,3 Milliarden Euro. Verglichen mit allen anderen Krankheitsarten war das der höchste Anstieg in diesem Zeitraum. Insgesamt haben sich die Krankheitskosten in diesem Zeitraum um 1 7 ,2 Milliarden Euro auf 236 Milliarden Euro erhöht. (Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland, www.destatis.de)

Diese Entwicklungen lenken den Fokus auf die Mitarbeiter, die Gesundheit und die Zusammenhänge von Arbeit und Gesundheit. In der Februar-Ausgabe der „Bank-Information“ waren bereits Beispiele für die erfolgreiche Bearbeitung des Themas „Gesunde Mitarbeiter“ und „Work-Life-Balance Konzepte“ in Volks- und Raiffeisenbanken zu lesen.

Insbesondere für die genossenschaftliche Bankengruppe, deren Stärke u.a. die enge Kundenbeziehung über die Betreuung durch langjährige, vertraute Mitarbeiter ist, sind gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter ein entscheidender Erfolgsfaktor der Zukunft.

Quelle und weiterführende Informationen:
ADG Aktuell

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Jan Wunderlich

Autor bei Gesundheit & Management.

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