BGM – Widerstände abbauen

Bei der Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) ist es wichtig, sich im Vorfeld mit möglichen Widerständen und deren Hintergründen auseinander zu setzen, um diese außer Kraft setzen zu können.

Quelle: dreamstime

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Widerstände entstehen oft mangels ausreichender Informationen zum Thema.  Folgende Maßnahmen können helfen, Widerstände abzubauen.

 

 

Geschäftsführung                                                                                                          Für eine Geschäftsführung sind Zahlen und Fakten von hoher Bedeutung. Bei Unternehmen, die geringe Krankheitstage pro Mitarbeitern haben, kann der ROI (Return on Investment), der durchschnittlich bei 1:3 liegt, aufgezeigt werden. Daneben sollten die Fördermöglichkeiten von Gesundheitsmaßnahmen benannt werden. Zudem ist das Vorlegen eines konkreten Konzepts, das den Zeitaufwand für die Geschäftsführung beschreibt, ein wichtiger Schritt bei der Einführung eines BGMs.

Mitarbeiter                                                                                                                 Durch eine Mitarbeiterbefragung fühlen sich Mitarbeiter direkt angesprochen und können Gesundheitsmaßnahmen (teils) mitbestimmen. Auch werden Widerstände geringer, wenn Gratifikationen/Belohnungen in Aussicht gestellt werden. Dies hat auch oft zur Folge, dass die Angst bei sportlichen Aktivitäten mithalten, sinkt.

Arbeitnehmervertretung                                                                                   Durch die neuen Aufgaben, die das BGM mit sich bringt, sinken Motivation und Bereitschaft an der Mehrarbeit. Auch kann es zur Überforderung kommen. Die Arbeitnehmervertretung sollte daher genau über Maßnahmen und Ziele informiert werden und mitgestalten. Zudem kann durch Einzel-Coaching oder Gruppenseminaren Unterstützung angeboten werden.

Familie                                                                                                                                 Um die strenge Trennung von Freizeit- und Arbeitszeit zu überwinden, sollten – wenn die Möglichkeit besteht – Familien der Mitarbeiter in die Maßnahmen einbezogen werden. Umfang und Intensität müssen je nach Unternehmensgröße abgestimmt werden.

 

 

 

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Vera Fathi

Autorin bei Gesundheit & Management. Expertin für Gesundheitsförderung und Betriebliches Gesundheitsmanagement.