Boreout – Österreichs Arbeitnehmer unterfordert

gesundheitundmangement.de machte in dem Artikel „Burnout oder doch eher Boreout“ auf das Problem der Unterforderung aufmerksam. Dies belegt nun auch eine Studie von der österreichische Online- Jobbörse karriere.at. Diese  befragte 586 Arbeitnehmer nach deren Belastungsgrad im Job. 29 Prozent der Befragten fühlen sich überfordert. Das subjektive Gefühl der Belastungszunahme wird durch diese Evaluation bestätigt. Alarmierend wird es, wenn die Arbeitnehmer mitberücksichtigt werden, die sich an der Belastungsgrenze fühlen (21 Prozent). Die durch zuviel Arbeit belasteten Befragten machen somit insgesamt die Hälfte der Teilnehmer der Umfrage aus. Lediglich 16 Prozent fühlen sich genau richtig gefordert.

Besonders interessant sind jedoch diejenigen die sich unterfordert fühlen. Diese machten 34 Prozent der Befragten aus. In dem oben angeführten Artikel wird deutlich, dass dieses Thema kein einfaches Unterfangen ist. Doch wissen wir mittlerweile, dass Mitarbeiter Erfolge benötigen. Hieraus ziehen sie ihre Motivation. Insbesondere monotone Tätigkeiten bedürfen Veränderungen. Auch wenn dies lediglich eine Veränderung in der Pausengestaltung bedeutet (verweis).  Finden solche Erkenntnisse keine Berücksichtigung, werden Fehlzeiten auf Grund psychischer Belastung weiter steigen und ebenso durch hohe Fluktuationsquoten weiterhin die Folge sein.
Typische Zeichen für einen Boreout sind zum einen die Empfindung fehl am Platz zu sein, oder zum anderen einfach kein Interesse mehr an seinem Job zu haben. Hierbei sehen die Autoren Peter Werder und Philippe Roth jedoch keine Gefahr für die Gesundheit. Hingegen sieht Gabriele Richter in Jobs mit  geringem Ansehen, Routine, fehlende Informationen oder widersprüchliche Anweisungen von Führungskräften häufig den Grund für innere Kündigungen.

Trotz dieser Erkenntnisse sind 47 Prozent der befragten Unternehmen der Meinung, dass Stressvorsorge Privatsache sei.

Fazit: Die in dieser Stichprobe analysierten Zahlen sind einerseits alarmierend. Sie beschreiben jedoch gleichzeitig, wie sehr das betriebliche Gesundheitsmanagement noch in den Kinderschuhen steckt. Der Bedarf wird auch anhand dieser Studie wiedermal erkennbar. Wenn noch immer nahezu die Hälfte der Unternehmen den Zusammenhang von Gesundheit und Management nicht sehen, wird das Marktpotential im betrieblichen Gesundheitsmanagement deutlich.

Quelle:
Karrie.at
Spiegel 

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Benjamin Fathi

Gründer, Redakteur und Autor
Gründer, Redakteur und Autor bei Gesundheit & Management. Gesundheitsmanager und Sportwissenschaftler.

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2 Gedanken zu „Boreout – Österreichs Arbeitnehmer unterfordert“

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