E-Health-Gesetz

Mit dem am 3. Dezember 2015 verabschiedeten „Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz)“wird die Einführung einer digitalen Infrastruktur mit höchsten Sicherheitsstandards und die Einführung nutzbringender Anwendungen auf der elektronischen Gesundheitskarte erwogen.

Quelle: pixabay

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Das neue Gesetz wird mit Hilfe der Zeitpläne der gematik und der Industrie ein Zeitfenster für die bundesweite Einführung der Telematik-Infrastruktur festgeschrieben. Bereits Mitte 2016 soll damit begonnen werden. Innerhalb von 2 Jahren sollen Arztpraxen und Krankenhäuser an die Telematik-Infrastruktur angeschlossen sein.

Schwerpunkte des Gesetzes sind:

Ein modernes Stammdatenmanagement:  Hierbei handelt es sich um eine Online-Prüfung und Aktualisierung von Versichertenstammdaten.

Medizinische Notfalldaten sollen ab 2018 gegen Einwilligung bzw. auf Wunsch des Versicherten auf der elektroni­schen Gesundheitskarte gespeichert werden.

Patienten, die 3 oder mehr Arzneimittel einnehmen, erhalten einen Medikamentenplan. Ab 2018 soll der Medikationsplan auch elektronisch von der Gesundheitskarte abrufbar sein.

Erstellung eines Patientenfaches auf Wunsch des Patientens. Im Patientenfach können auch eigene Daten wie bspw. ein Tagebuch über Blutdruckmessungen oder Daten von Fitnessarmbändern abgelegt werden.

Weiterentwicklung der Telemedizin: Telekonsiliarische Befundbeurteilung von Röntgenaufnahmen werden ab April 2017 und die Online-Videosprechstunde ab Juli 2017 in die vertragsärztliche Versorgung aufgenommen.

Das neue E-Health-Gesetz wird auch Auswirkungen auf das BGM 4.0 haben. Die Rolle der Digitalisierung gewinnt somit immer mehr an Bedeutung.

 

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Vera Fathi

Autorin bei Gesundheit & Management. Expertin für Gesundheitsförderung und Betriebliches Gesundheitsmanagement.