Eine Generation in der Warteschleife

Immer Höchstleistungen geben und private Abstriche einbüßen: das Verhalten einer Generation wird durch befristete Arbeitsverträge geprägt und von Unternehmen kontrolliert.

Quelle: pixabay

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Viele Berufsanfänger schlagen sich von einem befristeten Arbeitsvertrag zum nächsten. Sie haben keine Gewissheit, wann das innere Hamsterrad ein Ende hat.

 

Fast jede zweite Neueinstellung basiert auf einem befristeten Arbeitsvertrag. Vor allem Berufseinsteiger sind betroffen. Die Verträge haben eine Laufzeit von 6 Monaten bis 1 oder 2 Jahre. Dieses Phänomen ist fachbereichsunspezifisch. Das Zittern um eine Verlängerung trifft Verkäufer genauso wie  Assistenzärzte. Frauen sind öfters betroffen als Männer.

Die Ungewissheit macht aus den Arbeitnehmern wahre Superhelden. Überstunden, private Abstriche bis hin zur Verschiebung der Familienplanung, flexible Erreichbarkeit und mehr werden in Kauf genommen, um eine Aussicht auf eine Festeinstellung zu haben und um der Angstspirale zu entkommen.

Die Folge dieser Diktatur ist der Anstieg von psychischen Leiden. Die Ausprägung kann unterschiedliche Formen und Ausmaße annehmen. Langfristig kann diese Situation zum Auslöser verschiedener Folgeerkrankungen werden.

 

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Vera Fathi

Autorin bei Gesundheit & Management. Expertin für Gesundheitsförderung und Betriebliches Gesundheitsmanagement.

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