Empathie im Job

Führen ist mehr als nur Bestimmen und Diktieren. Wer sich mit seinen Mitarbeitern als Team versteht, geht über diese Grenze hinaus. Oft ein schwieriger aber sich lohnender Einsatz.

Quelle: venturebeat.com

Quelle: venturebeat.com

Der Organisationspsychologe Jörg Felfe der Hamburger Bundeswehruniversität, als einer der wichtigsten Forscher zu dieser Art der Führung in Deutschland, hält es für legitim, Menschen durch Freude an der Arbeit zu mehr Leistung anzuregen.

 

 

Dabei kommt es darauf an, sich ernsthaft mit seinem Mitarbeitern auseinander zu setzt und zu beobachtet, welche Stärken der Einzelne hat und diese in den Vordergrund zu stellen. Mitarbeiter, die sich oft als „nicht gesehen“ gefühlt haben, fühlen sich plötzlich wahrgenommen.

Die neue Form des Führens klingt zunächst einfach. Das Auseinandersetzen mit den Mitarbeitern birgt jedoch auch Schwierigkeiten. Durch die entstandene Transparenz, werden öfters Erklärungen verlangt. Für jede Situation muss neu ausloten werden, was preisgegeben wird und was man für sich behält, weil die Informationen sensibel sind. Außerdem wird der Chef somit dauernd an seinen Forderungen gemessen.

Im Fazit kann man sagen, dass der neue Führungsstil mehr Aufgaben mit sich bringt, als zuerst erwartet. Auch müssen Grenzen neu definiert und einbehaltet werden.

Dieses Führungsmodell ist nicht auf alle Unternehmen übertragbar und hängt starkt von der Größe und der Branche ab.

Für die Unternehmen, die es einführen können, lohnt es sich. Der Mehraufwand wird oft durch Leistungssteigerung, Motivation und Engagement gedankt.

 

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Vera Fathi

Autorin bei Gesundheit & Management. Expertin für Gesundheitsförderung und Betriebliches Gesundheitsmanagement.