Führungsetagen denken gesund

Nach einer Studie des Hernstein-Instituts für Management und Leadership ist das Gesundheitsbewusstsein in den Chefetagen angekommen.

1In der Reihe „Gesund führen – Modeerscheinung oder Erfolgsfaktor?“ wurde unter anderem der aktuelle Report „Gesundheitsmanagement“ herausgegeben. Demnach sind knapp 90% der befragten Führungskräfte der Auffassung, dass sich die Gesundheit der Mitarbeiter positiv auf die Produktivität auswirkt. Zudem sieht die überwiegende Mehrheit der Befragten die Mitarbeitergesundheit als Wettbewerbsvorteil.  Das wird auch höchste Zeit, denn das Führungsverhalten beeinflusst signifikant die Gesundheit der Mitarbeiter.  

Aber welche Konsequenzen werden aus der obigen Erkenntnis abgleitet? Auf diese Frage zeigt die Studie hingegen ein widersprüchlicheres Ergebnis. Zwar wurden in 60% der Unternehmen Programme zu den Themen eingeführt, dennoch schätzen 24% der Betriebe den Stellenwert von BGM als zu gering ein und lediglich 13% sehen ihr Angebot als umfassend an.

Nicht neu hingegen ist die Erkenntnis, dass insbesondere große Unternehmen sich zunehmend dem Thema zuwenden. Interessanter scheint der Blick auf die Branchen zu sein. Hier bestehen doch große Unterschiede. Insbesondere der Handel, die Bau- und Immobilienbranche und der Dienstleistungssektor beschäftigt sich noch unzureichend mit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Trotz der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen des demografischen Wandels sehen noch immer ein Viertel der Führungskräfte das Thema BGM als einen kurzfristigen Hype. Interessant auch die Erkenntnis, dass Gesundheitsprogramme in den Betrieben einen positiven Einfluss auf die Sichtweise der Führungskräfte haben.

 

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Benjamin Fathi

Gründer, Redakteur und Autor
Gründer, Redakteur und Autor bei Gesundheit & Management. Gesundheitsmanager und Sportwissenschaftler.