Gefährdungsbeurteilung – 1. Schritt: Arbeitsbereiche und Tätigkeiten festlegen

Wer ist verantwortlich?
Arbeitsschutz ist Chefsache. Bevor Sie Maßnahmen festlegen, sollten Sie zunächst eine Entscheidung über den künftigen Sicherheitszustand Ihrer Einrichtung treffen. Die Gesamtverantwortung für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz und damit auch für die Gefährdungsbeurteilung verbleibt immer bei der Unternehmensleitung. Sie können jedoch einzelne Aufgaben an fachkundige Personen übertragen. Der Auftrag muss schriftlich erfolgen und Verantwortungsbereiche und Befugnisse konkret definieren.

Wer unterstützt mich?
Hilfe erhalten Sie bei Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit und Ihrem Betriebsarzt, aber auch bei Ihrer Berufsgenossenschaft sowie den staatlichen Aufsichtsstellen. Sofern Sie einen Betriebsrat oder eine Mitarbeitervertretung haben, sind diese über alle Angelegenheiten des Arbeitsschutzes zu informieren und zu entsprechenden Vorschlägen anzuhören. Bei der Gefährdungsbeurteilung hat die Personalvertretung Mitbestimmungsrechte.

Welche Gesetze und Vorschriften muss ich beachten?
Die wichtigsten Rechtsgrundlagen aus dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) haben wir für Sie zusammengestellt. Wichtige Hinweise geben auch die Arbeitsstätten-, Bildschirmarbeitsplatz-, Lastenhandhabungs-, Gefahrstoff-, die Biostoff- und die Betriebssicherheitsverordnung sowie die berufsgenossenschaftliche Vorschrift BGV A1.

Welche vorhandenen Unterlagen kann ich nutzen?
Nutzen Sie vorhandene Unterlagen wie Betriebsanweisungen, Dokumentationen Qualitätsmanagement und Gefahrstoffverzeichnisse. Rückschauend können Sie Gefährdungen auch durch die Analyse von Unfallanzeigen und Beinaheunfällen und Verbandbüchern ermitteln.

Womit fange ich an?
Verschaffen Sie sich auf der Grundlage Ihres Organigramms einen Überblick über die Betriebsorganisation. Erfassen Sie alle Arbeits- und Funktionsbereiche in Ihrer Organisation und halten Sie fest, welche Tätigkeiten an diesen Arbeitsplätzen ausgeübt werden. Hilfe bieten Ihnen die Arbeitsblätter 1 und 2a-c. Ein systematisches Erfassen gleicher Tätigkeiten in verschiedenen Arbeitsbereichen hilft Ihnen, Doppelarbeit zu vermeiden.

Quelle:
bgw-online 

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Benjamin Fathi

Gründer, Redakteur und Autor
Gründer, Redakteur und Autor bei Gesundheit & Management. Gesundheitsmanager und Sportwissenschaftler.