Gefährdungsbeurteilung – Dokumentieren

Nach der Gefährdungsbeurteilung darf die Dokumentation nicht vergessen werden. Der folgende Text hilft Ihnen bei der Protokollierung der aufgetretenen Gefährdungen. 

  • Warum muss ich eine Dokumentation erstellen?
    Die schriftliche Dokumentation ist eine wertvolle Basis für die Sicherheit in Ihrer Organisation. Sie erleichtert es Ihnen und Ihrem Team, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Termine für die Durchführung der Arbeitsschutzmaßnahmen festzuhalten, und dient der Einarbeitung neuer Mitarbeiter. In Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten besteht eine Dokumentationspflicht nach Arbeitsschutzgesetz § 6 (1). Allerdings verlangen die Biostoff- und die Gefahrstoffverordnung eine Dokumentation der Gefährdungen durch diese Stoffe, schon wenn Sie nur eine Mitarbeiterin oder nur einen Mitarbeiter haben. Binden Sie die Dokumentation in Ihr Qualitätsmanagement ein und stoßen Sie so einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess an.
  • Was soll eine Dokumentation enthalten?
    Sie sollte das Ergebnis Ihrer Gefährdungsbeurteilung abbilden: Welchen Gefährdungen sind die Mitarbeiter ausgesetzt? Wie groß ist das Ausmaß der Gefährdungen? Ist das Risiko vernachlässigbar, kurzfristig akzeptabel oder nicht akzeptabel? Wie dringlich ist die Beseitigung der Gefährdungen? Sofort, kurz-, mittel, langfristig? Welches Schutzziel soll erreicht werden?Ebenso die von Ihnen festgelegten Maßnahmen sind Bestandteile der Dokumentation: Welche Maßnahmen sind durchzuführen? Wer ist für die Durchführung verantwortlich? Bis wann sind die Maßnahmen zu realisieren? Und das Ergebnis Ihrer Überprüfung: Wie wirksam sind die durchgeführten Maßnahmen? Was muss zusätzlich veranlasst werden?
  • In welcher Form muss die Dokumentation vorliegen?
    Die Dokumentation muss in schriftlicher Form erfolgen. Vermeiden Sie unnötigen Dokumentationsaufwand: Prüfen Sie, welche Angaben zu Gefährdungen Sie bereits zu anderen Anlässen gemacht haben, und verweisen Sie gegebenenfalls darauf. Die Dokumentation ist demnach nicht als eigenständiger Schritt zu verstehen, sondern gilt von der Vorbereitung bis zur Fortschreibung für die gesamte Gefährdungsbeurteilung.

Nutzen Sie die Arbeitsblätter 1 bis 4 für die Dokumentation Ihrer Gefährdungsbeurteilung. Die Arbeitsblätter finden Sie am Ende der Seite.

  • Auf Arbeitsblatt 1 können Sie die Eckdaten und die Beteiligen an der Gefährdungsbeurteilung eintragen.
  • Auf Arbeitsblatt 2a-c können Sie sich einen Überblick über Arbeitsbereiche, Tätigkeiten und Gefährdungen anlegen.
  • Auf Arbeitsblatt 3 dokumentieren Sie dann die Gefährdungen, Ziele und Maßnahmen zur Abwendung der Gefährdungen.
  • Das Arbeitsblatt 4 können Sie für eine personenbezogene Gefährdungsbeurteilung einsetzten. Diese machen Sie beispielsweise für schwangere Mitarbeiterinnen Jugendliche oder für Mitarbeiter mit gesundheitlichen Einschränkungen.

Muster, wie Sie die Arbeitsblätter ausfüllen, finden Sie in der Schrift bgw check für Ihre Branche. Die Arbeitsblätter können Sie auf bei bgw-online herunterladen.

Quelle:
bgw-online  

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Benjamin Fathi

Gründer, Redakteur und Autor
Gründer, Redakteur und Autor bei Gesundheit & Management. Gesundheitsmanager und Sportwissenschaftler.