Lehrergesundheit: Ein Weckruf

Arbeiten Sie gesund!Der Psychologie-Professor Uwe Schaarschmidt untersuchte 30 000 Pädagogen hinsichtlich derer Gesundheitsressourcen. Das Ergebnis spiegelt das subjektive Empfinden vieler Pädagogen statistisch wider. 59 Prozent der Befragten sind gesundheitliche Risikokandidaten. Dabei reicht das Spektrum von überengagiert bis hin zu Burnout.

Dieser Trend muss gestoppt werden, aber wie? Diese Frage stellen sich häufig Betroffene. Denn Schulen und Kostenträgern steht zu wenig Geld zur Verfügung um marode Schulgebäude zu erneuern oder tiefgreifende Veränderungen anzustoßen.
Zunächst müssen wir an dieser Stelle festhalten: Jede Schule und jedes Kollegium kann etwas tun! Nicht alle Schulen und nicht jedes Kollegium leidet unter den gleichen Problemen. Um vorherrschende gesundheitliche Belastungen aufzuspüren , bedarf es zunächst einer soliden Analyse. Hierzu eignen sich eine Reihe von Fragebögen, die mittlerweile sehr aussagekräftig sind. Eine der bekanntesten Befragungen ist der IEGL-Bogen (Inventar zur Erfassung von Gesundheitsressourcen im Lehrerberuf). Anschließend werden im Kollegium und gemeinsam mit der Schulleitung die drängendsten Probleme erhoben und Lösungswege erarbeitet.

Sind Gefährdungen festgehalten, ist der Arbeitgeber dazu gesetzlich verpflichtet diese auch zu beheben. Die Unfallverhütungsvorschrift DGUV-V2 unterstützt Betriebe und Schulen dies umzusetzen. Ausgenommen sind an dieser Stelle Sachsen und Bayern. Hier greift dennoch das Arbeitssicherheitsgesetz.
Jedoch bedarf es Modellprojekte und somit Schulen, die sich diesem Problem annehmen und ein schulinternes Gesundheitsmanagement aufbauen wollen.

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Benjamin Fathi

Gründer, Redakteur und Autor
Gründer, Redakteur und Autor bei Gesundheit & Management. Gesundheitsmanager und Sportwissenschaftler.