Leistung lohnt sich (?)

Nur jeder dritte Arbeitnehmer ist der Meinung, dass sich Leistung lohnt.

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Quelle: Pixabay

Seit 2001 erstellt die Unternehmensberatung Gallup jährlich den Engagement Index. Der basiert auf 12 Fragen, über die der Grad der emotionalen Bindung von Mitarbeitern an das Unternehmen in Erfahrung gebracht wird.

Hierzu wurden für 2015 1.429 zufällig ausgewählte Mitarbeiter befragt. Das Ergebnis ist für Deutschland repräsentativ.

Kurz gesagt – In Deutschland wird zu wenig geredet. Lediglich 45 Prozent der Beschäftigten gaben an, dass sie innerhalb des letzten halben Jahres ein Gespräch mit dem Vorgesetzten über die eigene Performance geführt haben. Dialog hat jedoch nachweislich einen ausschlaggebenden Einfluss auf die emotionale Bindung der Mitarbeiter.

Die fehlende Kommunikation spiegelt sich auch diesmal im Befragungsergebnis wider. Nur 16 Prozent der Befragten haben eine hohe emotionale Bindung an das Unternehmen. Die Mehrheit (68 %) machen Dienst nach Vorschrift. Die sich hieraus ergebenen Produktivitätseinbußen für die deutsche Wirtschaft beziffert Gallup zwischen 76 und 99 Mrd. Euro.

Nur einer von drei Befragten (34%) ist der Meinung, dass Mitarbeiter, die mehr leisten auch tatsächlich schneller vorankommen. Hierin begründet Gallup, die hohe Resignation und als Folge die fehlende Leistungsbereitschaft der Mehrheit der Beschäftigten.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, empfiehlt das Unternehmen, die Frequenz der Mitarbeitergespräche auf mindestens zwei Gespräche im Jahr zu steigern. Ziel der Gespräche sollten sein, Erwartungen, Erfolge und Hürden zu thematisieren. Wichtig ist ebenfalls, die Wertschätzung gegenüber des Beschäftigten zum Ausdruck zu bringen und nicht den Schwerpunkt lediglich auf die Schwachstellen zu legen.

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Benjamin Fathi

Gründer, Redakteur und Autor
Gründer, Redakteur und Autor bei Gesundheit & Management. Gesundheitsmanager und Sportwissenschaftler.

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