Mercer-Studie: Smartphone stresst Führungskräfte

88 Prozent der Führungskräfte sind durch ihre Smartphones gestresst.

Quelle: pixabay

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Nahezu alle Führungskräfte in Deutschland nutzen auch im Urlaub geschäftlich ihr Smartphone. Lediglich ein Prozent schafft den Cut und kehrt der ständigen Erreichbarkeit zumindest abends den Rücken. Die Trendstudie „Stressfaktor Smartphone 2015“ wurde durch das Beratungsunternehmen Mercer gemeinsam mit der Technischen Universität München und der Fachhochschule Rosenheim durchgeführt. Hierbei befragten diese 150 Führungskräfte in Deutschland.

Der überwiegende Teil der Befragten sind nahezu ständig erreichbar und fühlen sich hiervon gestresst. Ein Drittel fühlt sich hierdurch dauerbelastet. Eine mögliche Ursache hierfür könnte in dem Trend liegen, dass 81 Prozent der Führungskräfte das Firmensmartphone ebenfalls als privates Smartphone nutzen.

Prof. Volker Nürnberg, Leiter Health Management bei Mercer verweist auch auf rechtliche Fragestellungen. Insbesondere wenn durch die abendliche Bearbeitung von E-Mails Ruhezeiten nicht eingehalten werden, kann der Arbeitgeber zur Verantwortung gezogen werden.

Jedoch stellt das Smartphone auch einen deutlichen Gewinn für Manager da. Die hierdurch gewonnene Flexibilität und Mobilität kann eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen. Letztlich gilt es den gesundheitsbewussten Umgang mit dem Smartphone zu erlernen und durch gezielte Regelungen im Unternehmen, das Smartphone nicht zur Stressfalle werden zu lassen.

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Benjamin Fathi

Gründer, Redakteur und Autor
Gründer, Redakteur und Autor bei Gesundheit & Management. Gesundheitsmanager und Sportwissenschaftler.