Mitarbeiterorientierung- Führungsstil der Zukunft

Quelle: Pixabay

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Warum Mitarbeiterführung zukunftsentscheidend und ein wichtiger Aspekt von psychischer Gesundheit ist.

Generell werden zwei Führungsstile unterschieden. Zum einen gibt es den aufgabenorientierten Führungsstil. Führungskräfte stellen hier die Arbeit, Verantwortlichkeiten und Ziele in den Vordergrund. Die Bedürfnisse der Beschäftigten haben sich hinter übergeordneten Ziel einzureihen.

Demgegenüber gibt es Führungskräfte, die sich an den Bedürfnissen der Mitarbeiter orientiert. Somit wird Rücksicht auf das Wohlbefinden genommen. Dieser Führungsstil erfordert Nähe zu den Beschäftigten und echtes Interesse am Mitarbeiter.

Somit stellen Aufgabenorientierung und Mitarbeiterorientierung zwei Extreme von Führung dar. Ein realistischer Führungsstil bewegt sich immer zwischen den beiden Polen. Jedoch wurde festgestellt, dass häufig Führungskräfte ihre Mitarbeiter nicht ausreichend wertschätzen. Die unternehmerischen Ziele stehen im Fokus. Die Bedürfnisse der Mitarbeiter werden tendenziell als störend oder sogar als lästig empfunden. Die Folgen sind verheerend und werden noch immer unterschätzt. Die Unternehmensberatung Gallup kommt zu dem Ergebnis, dass lediglich 16 Prozent der Beschäftigten eine hohe emotionale Bindung an ihr Unternehmen aufweisen. Die überwiegende Mehrheit macht Dienst nach Vorschrift und bleibt somit unter den Möglichkeiten. Eine fehlende Feedback-Kultur und unzureichende Gespräche mit den Mitarbeitern werden in der Studie als ausschlaggebende Gründe für die fehlende Bindung angegeben.

Eine mitarbeiterorientierte Führung setzt hier an. Da die Beschäftigten in den Fokus rücken, sind Anerkennung und Wertschätzung wesentliche Parameter der Führung. Regelmäßige Gespräche und Feedbacks wirken sich mittel- und langfristig positiv auf die Qualität der Produkte aus. Insbesondere in Dienstleistungsbranchen mit direktem Kundenkontakt, können von einem mitarbeiterorientierten Führungsstil direkt und schnell profitieren, da die Beratungsqualität im direkten Zusammenhang mit dem Wohlbefinden des Mitarbeiters steht . Da zudem psychische Erkrankungen seit Jahren kontinuierlich zunehmen, ist ein solcher Stil ein wichtiger Aspekt des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Eine mitarbeiterorientiere Ausrichtung hat nachweislich eine hohe präventive Wirkung auf das psychische Wohlbefinden der Beschäftigten (siehe auch Fachkonzept „Führung und Psychische Gesundheit“).

Insbesondere im Kampf um die „besten Köpfe“ steht das Wohl des Mitarbeiters im Vordergrund. So können sich Unternehmen von den Mitbewerbern unterscheiden und sich als guten Arbeitgeber hervortun. Die demografischen Veränderungen der Industrienationen werden zu einer Verknappung von Fachkräften führen. Ein mitarbeiterorientierter Führungsstil wird hierdurch weiter vorangetrieben.

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Benjamin Fathi

Gründer, Redakteur und Autor
Gründer, Redakteur und Autor bei Gesundheit & Management. Gesundheitsmanager und Sportwissenschaftler.