Motivation: Unser Motor

Ohne Motivation läuft nichts, doch manchmal kommt der „Mach-Lust-Motor“ ins Stottern oder stirbt ganz ab. Mit kleinen Tricks lassen sich Mini- und Maxidurchhänger problemlos meistern.

Der Schreibtisch ein einziges Chaos, aber aufräumen möchte man dennoch nicht. Auf das Meeting am Nachmittag hat man gar keine Lust, schließlich könnte man in der Zeit Wichtigeres erledigen. Motivationsdefizite, auch gravierendere als diese, kennen alle – Chefs inklusive: Nur 13 Prozent der Fach- und Führungskräfte in Deutschland sind mit ihrem Job zufrieden, ergab eine Umfrage der europäischen Jobbörse StepStone.
Ursache erkennen, Motivation managen

„Motivation ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Person und Situation“ erklärt Heinz Mandl, Lehrstuhlinhaber für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie an der Uni München. Bei fehlender oder geringer Joblust rät er, nach den Ursachen zu fragen: „Wichtig ist, selbst zu erkennen, warum man demotiviert ist.“ Ist die Stelle nicht selbst die Ursache für das Motivationsloch, spricht man von einem „kleinen Durchhänger“. Schwieriger wird es, wenn einem die Arbeit keinen Spaß mehr macht, man nicht mehr schafft, was man sich vorgenommen hat, oder kurz davor ist, innerlich zu kündigen.
Methoden für die Mitarbeitermotivation

Nicht erst wenn die Joblust bereits schwindet, sollten Vorgesetzte eingreifen. Generell ist das Führungsverhalten ein entscheidender Faktor, wenn es um Motivation geht, sagt Mandl. Dabei geht es um die Anerkennung der Leistung, die Einbindung in Entscheidungsprozesse und die Schaffung von Anreizen.„Kurzfristige Belohnungssysteme wie Zusatzprämien sind eher ungünstig“ erklärt Sperling, „sie nutzen sich schnell ab, weil man sich leicht an sie gewöhnt.“Wichtig ist das Erleben von Autonomie, betont Mandl: „Durch das Treffen eigener Entscheidungen erleben sich die Mitarbeiter als kompetent und ernst genommen.“ Außerdem sollten sie häufig Feedback auf geleistete Arbeit erhalten. Dabei ist der richtige Zeitpunkt entscheidend. Sperling: „Ich warte mit Rückmeldungen nicht, bis ein Mitarbeiter, an den ich etwas delegiert habe, seinen ersten Fehler begangen hat. Ich lobe ihn im ersten Moment, in dem er etwas gut gemacht hat.“
Quelle:
Focus 
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Jan Wunderlich

Autor bei Gesundheit & Management.

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