Neuerungen im Präventionsgesetz

Krankenkassen sollen gezielt Prävention fördern.

Quelle: Pixabay

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Der Entwurf des neuen Präventionsgesetzes sieht eine gezielte Förderung von gesundheitsbewussten Verhalten vor. Bisher fördern bereits einige Krankenkassen ein nachweislich gesundheitsbewusstes Verhalten. Jedoch bleibt dies den Kassen überlassen. Dies soll sich nun ändern. Hierzu wird die bisherige Kann- zur Soll-Bestimmung. Bonis sollen entsprechend finanzielle Anreize setzen, um verstärkt das Gesundheitsverhalten zu fördern. Die Angebote müssen jedoch einen direkten Bezug zur Gesundheitsförderung haben. Dies soll streng geprüft werden. Somit ist zu erwarten, dass der sogenannte Leitfaden Prävention überarbeitet wird, um ein größeres Angebot gezielt fördern zu können. Der Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Hermann Gröhe sieht hierzu eine Erhöhung der Präventionsaufwendung seitens der Krankenkassen von derzeit 3,09 Euro auf 7 Euro je Mitglied vor.

Diese Maßnahmen sollen zukünftig das Diabetes-Risiko senken, Krankheiten früher erkannt werden, Tabakkonsum reduzieren, Bewegung und gesunde Ernährung fördern. Eine weiterer auch für Unternehmen zunehmend wichtiger Punkt ist, dass Thema „Gesund älter werden“.

Somit soll ebenso das Betriebliche Gesundheitsmanagement von den Gesetzesneuerungen profitieren. Sowohl Unternehmen als auch Mitarbeiter können hierüber finanziell unterstützt werden.

AOK-Chef Jürgen Graalmann warnt jedoch vor Aktionismus. „Präventionsangebote nach dem Gießkannenprinzip gehen häufig am Bedarf vorbei.“ Er schlägt vor verstärkt regionale Besonderheiten in der Planung zu berücksichtigen und so maßgeschneiderte Präventionslösungen anzubieten. Aus Sicht des Experten fällt hier dem betrieblichen Gesundheitsmanagement eine hervorgehobene Rolle zu.

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Benjamin Fathi

Gründer, Redakteur und Autor
Gründer, Redakteur und Autor bei Gesundheit & Management. Gesundheitsmanager und Sportwissenschaftler.

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