Öffnungzeiten der Kindertägesstätten haben Einfluss auf Wirtschaft

Eine bundesweite Untersuchung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages hat ergeben, dass die Öffnungszeiten der Kindertagesstätten nur unzureichend auf die Bedürfnisse der Eltern abgestimmt ist und somit Einfluss auf die Wirtschaft hat.

Quelle: pixabay

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Durchschnittlich öffnen Kindertagesstätten um 7 Uhr. Nur 5% der Einrichtungen bieten eine Betreuung nach 18 Uhr an, meist endet diese bereits um 17 Uhr. Und nur 1,3% haben am Samstag  ihre Türen geöffnet.

Für klassische Bürojobs sind diese Öffnungzeiten leichter vereinbar mit dem Familienleben, sofern keine Mehrarbeit zu leisten ist. Jedoch bedeutet dies oft, dass Mitarbeiter – überwiegend Mütter – von Projektarbeiten ausgeschlossen sind, da diese phasenweise mit Mehrarbeit verbunden sind.

Berufstätige, die im Schichtdienst tätig sind, müssen ein hohes Maß an Organisation aufbringen, um ihre Kinder betreut zu bekommen. Wer keine Betreuungsmöglichkeit hat, kann seine ursprungliche Tätigkeit nicht ausführen und muss eine andere aufnehmen.

Aufgrund der unflexiblen Betreuungslage entsteht sowohl den Berufstätigen als auch der Wirtschaft ein finanzieller Schaden.

Durch die Veränderung in der Arbeitswelt und dem Aufbruch des klassischen Rollenbildes muss sich auch die Betreuungsmöglichkeit verändern. Eine stärkere Anpassung der Kinderbetreuung an die Lebenswirklichkeit der Eltern ist zwangsläufig unumgänglich.

Dies gilt sowohl für Kindertagesstätten, als auch für Schulen.

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Vera Fathi

Autorin bei Gesundheit & Management. Expertin für Gesundheitsförderung und Betriebliches Gesundheitsmanagement.