Österreich will Arbeitnehmer gesetzlich vor Stress schützen

Studien belegen, die häufigsten Ursachen krankheitsbedingter Ausfälle sind stressbedingt. Diese Feststellung verdient Aufmerksamkeit. Österreich reagiert durch eine Verschärfung der bestehenden Gesetze – im Konkreten das Arbeitnehmerschutz- und das Arbeitsinspektionsgesetz. Ferner wird ebenso die arbeitsmedizinische Ausbildungsverordnung angepasst. Die Veränderungen sollen voraussichtlich 2013 in Kraft treten. Bisherige Gesetze verpflichten Arbeitgeber dazu sicherzustellen, dass der Arbeitsplatz nicht körperlich krank macht. Diese soll nun um psychische Belastungen erweitert werden. Die Evaluierung der psychischen Belastungen sollen Experten wie Arbeits- und Organisationspsychologen vornehmen.
Inwieweit eine solche gesetzliche Verordnung erfolgversprechend ist, wird die Zukunft zeigen. Sicherlich wird hierbei auch die Höhe des Strafmaßes spielen, das erhoben wird, wenn nicht dem Gesetz folge geleistet wird. Wünschenswerter wäre sicherlich, wenn sich in Vorständen und Unternehmensführung eine generelle Fürsorge für die Gesundheit des Humankapitals entwickeln würde, die nicht durch Gesetze angestoßen werden muss. Denn gesunde Mitarbeiter sind motivierte und leistungsbereite Arbeitnehmer.

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Benjamin Fathi

Gründer, Redakteur und Autor
Gründer, Redakteur und Autor bei Gesundheit & Management. Gesundheitsmanager und Sportwissenschaftler.

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