Unternehmen unternehmen Gesundheit

Wir alle verbringen einen großen Teil unserer Zeit an unserem Arbeitsplatz. Was liegt also näher, als dafür zu sorgen, unser Arbeitsumfeld so zu gestalten, dass es für den Erhalt unserer Gesundheit förderlich ist?

Viele Firmen haben dies für sich bereits erkannt. Sie haben die Gesundheitsförderung zu einer Managementaufgabe in ihren Betrieben gemacht. Häufig sind es die kleinen und mittleren Unternehmen, die die Möglichkeiten der betrieblichen Gesundheitsförderung noch nicht ausreichend nutzen. Der Grund ist ebenso einfach wie nachvollziehbar. Sie haben oft nur wenig Mitarbeiter und einen begrenzten Gestaltungsspielraum. Dennoch steht fest: Investitionen in die Gesundheitsförderung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gerade auch von kleinen und mittleren Betrieben, sind immer Investitionen in die Zukunft unserer Gesellschaft.

Gesunde Beschäftigte in gesunden Unternehmen ist ein Ziel, an dem sich alle im Betrieb beteiligen können. Sowohl die Unternehmensleitung als auch die Beschäftigten, die Betriebs- und Personalräte sowie die Betriebs- und Werksärzte.

Wichtige Ansprechpartner sind die gesetzlichen Krankenkassen, denn sie verfügen über das Wissen und können Betrieben die notwendigen Informationen zur Verfügung stellen, damit ihnen der Schritt zur Gesundheitsförderung in dem eigenen Unternehmen gelingt.

Die Kampagne „Unternehmen unternehmen Gesundheit“ des Bundesministeriums für Gesundheit belegt: Schon heute wird betriebliche Gesundheitsförderung in vielen Betrieben vorbildlich umgesetzt. Projektbeispiele aus den einzelnen Bundesländern zeigen, dass auch in kleineren Betrieben viel für die Gesundheit der Beschäftigten getan werden kann.

Quelle:
BMG

Dateien:
Gesundheitspolitische Informationen 4 (PDF – 1MB)
Unternehmen unternehmen Gesundheit 2011 (PDF – 719KB)

Schule und Gesundheit

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Das Hessische Kultusministerium (HKM) betrachtet das Thema Gesundheitsmanagement als einen Prozess in der Organisationsentwicklung. Hierbei verweist das HKM auf den kausalen Zusammenhang zwischen Gesundheit und Bildungsqualität.

schuleundgesundheit.de beschreibt Gesundheitsmanagement als „[…]  gezieltes und bewusstes Einarbeiten gesundheitsfördernder Strategien, Strukturen und Prozesse in das allgemeine Management, in die Führungsstrategie und in den Führungsstil (Schulentwicklung).“ Hierbei werden sowohl Personen, Strukturen und Prozesse der Organisation als Ansätze betrachtet.  Um Schulen den Weg in eine „gesundheitsfördernde Schule“ zu ebenen, werden einzelne Zertifikate ermöglicht, die wiederum Meilensteine für Schulen darstellen, an denen sich diese entlang bewegen können.

Inwieweit dieses Konzept erfolgreich sein wird, hängt sicherlich von den zeitlichen Kapazitäten einzelner Schulen ab. Bei der Betrachtung der hohen Anzahl von Frühverrentungen von Lehrern wird die Notwendig eines Gesundheitsmanagements deutlich. In der Regel beginnt der Ausstieg aus dem Arbeitsleben aus gesundheitlichen Gründen 10 Jahre vor dem eigentlichen Rentenalter. Tatsächlich halten lediglich 6 Prozent der Lehrkräfte bis zum Rentenalter von 65 Jahren durch. Dabei ist die Hohe Zahl von psychosomatischen Erkrankungen auffällig.

Quelle:
Schule&Gesundheit
aerzteblatt.de


Motivation: Unser Motor

Ohne Motivation läuft nichts, doch manchmal kommt der „Mach-Lust-Motor“ ins Stottern oder stirbt ganz ab. Mit kleinen Tricks lassen sich Mini- und Maxidurchhänger problemlos meistern.

Der Schreibtisch ein einziges Chaos, aber aufräumen möchte man dennoch nicht. Auf das Meeting am Nachmittag hat man gar keine Lust, schließlich könnte man in der Zeit Wichtigeres erledigen. Motivationsdefizite, auch gravierendere als diese, kennen alle – Chefs inklusive: Nur 13 Prozent der Fach- und Führungskräfte in Deutschland sind mit ihrem Job zufrieden, ergab eine Umfrage der europäischen Jobbörse StepStone.
Ursache erkennen, Motivation managen

„Motivation ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Person und Situation“ erklärt Heinz Mandl, Lehrstuhlinhaber für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie an der Uni München. Bei fehlender oder geringer Joblust rät er, nach den Ursachen zu fragen: „Wichtig ist, selbst zu erkennen, warum man demotiviert ist.“ Ist die Stelle nicht selbst die Ursache für das Motivationsloch, spricht man von einem „kleinen Durchhänger“. Schwieriger wird es, wenn einem die Arbeit keinen Spaß mehr macht, man nicht mehr schafft, was man sich vorgenommen hat, oder kurz davor ist, innerlich zu kündigen.
Methoden für die Mitarbeitermotivation

Nicht erst wenn die Joblust bereits schwindet, sollten Vorgesetzte eingreifen. Generell ist das Führungsverhalten ein entscheidender Faktor, wenn es um Motivation geht, sagt Mandl. Dabei geht es um die Anerkennung der Leistung, die Einbindung in Entscheidungsprozesse und die Schaffung von Anreizen.„Kurzfristige Belohnungssysteme wie Zusatzprämien sind eher ungünstig“ erklärt Sperling, „sie nutzen sich schnell ab, weil man sich leicht an sie gewöhnt.“Wichtig ist das Erleben von Autonomie, betont Mandl: „Durch das Treffen eigener Entscheidungen erleben sich die Mitarbeiter als kompetent und ernst genommen.“ Außerdem sollten sie häufig Feedback auf geleistete Arbeit erhalten. Dabei ist der richtige Zeitpunkt entscheidend. Sperling: „Ich warte mit Rückmeldungen nicht, bis ein Mitarbeiter, an den ich etwas delegiert habe, seinen ersten Fehler begangen hat. Ich lobe ihn im ersten Moment, in dem er etwas gut gemacht hat.“
Quelle:
Focus 

Die Kultur der Innovation

Die Grundvoraussetzungen für einen innovativen und sich selbst tragenden Prozess sind im 21. Jahrhundert die Rahmenbedingungen in den einzelnen Unternehmen. Wird der Innovationsprozess nicht gefördert, oder gar unterdrückt – durch bürokratische oder festgefahrene und streng hierarchische Prozesse und Strukturen – findet eine Innovation, wenn überhaupt, nur sehr langsam ihren Weg zu den Entscheidern im Unternehmen. Das Management muss den Menschen in den Mittelpunkt seiner Überlegungen stellen. Eine Unternehmenskultur sollte stets die geistige Vielfalt und das kommunikative Miteinander fördern, sowie auf allen Hierarchiestufen unternehmerisches Denken und einen transparenten Entscheidungsprozess ermöglichen. Nur dieser Bewusstseins- und Paradigmenwechsel garantiert schließlich ein erfolgreiches Innovationsmanagement 2.0.

Ein gutes Beispiel auf Unternehmensebene ist die i-flash Community von Swarovski. Mitarbeiter aus allen Bereichen entwickeln hier gemeinsam neue Produktideen und arbeiten sie zu umsetzungsfähigen Konzepten aus. Mittlerweile sind die Mitglieder dieser Gemeinschaft an 70 Prozent aller Produktneueinführungen beteiligt; aus dieser Gruppe heraus entstanden bereits viele hochwertige Lösungen.

Dieses Beispiel ist kein Einzelfall, beeindruckt aber durch seine Effizienz. Letztlich repräsentieren Mitarbeiter auch immer in einem gewissen Maße die Kundenschicht und können so durch eine Diskussion in großer Runde bereits entscheidende Vorauswahlen und K.O.-Kriterien treffen, identifizieren und ausbessern.

Quelle:
HBM

Betriebliche Gesundheitspolitik: Der Weg zur gesunden Organisation

, Bernhard Badura

„Gesundheit ist, gemeinsam mit Bildung und Qualifikation, zentrale Voraussetzung hoher Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft. Dies veranlasst eine stetig wachsende Zahl von Unternehmen zur Formulierung einer Betrieblichen Gesundheitspolitik und ihrer Umsetzung mit Hilfe eines systematischen, nachhaltig wirksamen Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Die zweite, völlig überarbeitete Auflage des Buches beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Zielen, mit den wissenschaftlichen Grundlagen und Optionen Betrieblicher Gesundheitspolitik. Weitere Themen sind Standards und wichtige Einzelthemen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements wie z. B. Mitarbeiterbefragungen und Kennzahlenentwicklung. Im Zentrum stehen die Arbeits- und Organisationsbedingungen, ihre Diagnose und gesundheitsförderliche Gestaltung. Zentrale Konzepte sind dabei Führung, Sozialkapital, Sinnhaftigkeit und Kontrollierbarkeit der Arbeit sowie Mitarbeiterorientierung.“ (Badura, B.; Walter, U.; Hehlmann, T.; 2010, Buchrückseite)

Informationsplattform für Betriebliches Gesundheitsmanagement.