INQA- Initiative Neue Qualität der Arbeit

Die gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Sozialversicherungsträgern, Gewerkschaften, Stiftungen und Unternehmen setzt sich für eine moderne Arbeitskultur ein, die MitarbeiterInnen in den Mittelpunkt stellt.
INQA unterstütz mittlerweile 3000 Unternehmen und somit mehr als 3 Millonen Beschäftigte. Die Initiative bietet best Practice Beispiele und ein großes Informationsangebot. Die Inhaltlichen Themenfelder sind Personalführung, Chancengleichheit, Diversity, Gesundheit, Wissen und Kompetenz.

Das Ziel von INQA besteht darin Unternehmen auf die zukünftigen Herausforderung unterstützend vorzubereiten. Im Fokus steht die Arbeitsqualität als Motor für Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft.

Quelle:
INQA

Eingliederungsmanagement

Die neue Präventionsvorschrift des § 84 Abs. 2 SGB IX – in Kraft getreten bereits am 01.05.2004 – verpflichtet alle Arbeitgeber zum Eingliederungsmanagement, sobald ein Arbeitnehmer länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig ist innerhalb eines Jahres, unabhängig von der Betriebsgröße.

Das betriebliche und behördliche Eingliederungsmanagement, das zur Fürsorgepflicht des Arbeitgebers für erkrankte Mitarbeiter gehört, ist nicht nur für behinderte und schwerbehinderte, sondern gleichermaßen auch für nichtbehinderte Menschen, also für sämtliche Beschäftigte einschließlich der Beamten durchzuführen.

Sinn und Zweck dieser Regelung ist, umgehend zu klären,

  • wie die Arbeitsunfähigkeit überwunden werden kann und damit Fehlzeiten verringert werden können,
  • mit welchen Hilfen und Leistungen einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt werden kann und
  • wie der Arbeitsplatz erhalten, die Fähigkeiten des Arbeitnehmers weiter genutzt und eine erhöhte Einsatzfähigkeit und Produktivität sichergestellt werden können.

Quelle:
ZBFS

Triage – ein ganzheitliches System bei Rückenschmerzen

In ca. 90% der Fälle finden sich die Ursachen für Rückenschmerzen in Verspannungen und mangelnder Bewegung wieder. Der Rücken wird falsch oder unzureichend beansprucht. Mit gezielten Gegenmaßnahmen können diesen Rückenschmerzen nach einem kurzen Zeitraum entgegengewirkt werden.

Was, wenn die Rückenschmerzen nicht vergehen?

In einer ganzheitlichen Untersuchung, der Triage, macht sich ein Team aus einem Orthopäden, einem Physiotherapeut und einem Psychologen in einer 3 stündigen Anamnese ein Bild über die Ursachen der Rückenschmerzen. Das umfangreiche Verfahren verhindert, dass aufgrund einer zu schnellen Diagnose eine falsche Therapie begonnen wird und sieht nicht nur funktionelle Einschränkungen als Problem von Schmerzen, sondern betrachtet den Patienten in seiner Gesamtheit.

Entkopplung der Gesundheitskosten vom Arbeitsmarkt

Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat deutlich gemacht, wie anfällig das bisherige Finanzierungssystem der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) war. Kostensteigerung im Gesundheitssystem waren bisher im Rahmen der prozentualen Beiträge auf Grundlage der beitragspflichtigen Bruttoeinnahmen und damit vorrangig aus Löhnen und Gehältern zu decken. Daher war die Finanzierung der GKV abhängig von der Konjunktur und der Lage auf dem Arbeitsmarkt. Durch den Einbruch der Konjunktur, im Rahmen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise des Jahres 2008, gingen Arbeitsplätze verloren und in der Folge auch zwangsläufig die lohnabhängigen Beitragseinnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung zurück. Die Ausgaben der GKV steigen aber auch trotz Finanz- und Wirtschaftskrise weiter, denn die Menschen werden weiterhin krank und sind auf die Leistungen des Gesundheitssystems angewiesen.

Die Abhängigkeit der Gesundheitsfinanzierung von den Arbeitskosten und der daraus resultierende Teufelskreis aus steigenden Gesundheitsausgaben und damit steigenden Lohnzusatzkosten konnte durch das Finanzierungsgesetz der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-FinG) durchbrochen werden. Das GKV-FinG, das am 1. Januar 2011 in Kraft trat, entkoppelt die Arbeitskosten weitgehend von der Entwicklung der Gesundheitskosten. Dazu wird der einkommensabhängige Beitragssatz gesetzlich festgeschrieben. Dies sorgt für mehr Stabilität bei den Arbeitskosten, indem Ausgabensteigerungen im Gesundheitswesen sich nicht mehr automatisch über steigende Beiträge auswirken. Eine derartige Entlastung des Faktors Arbeit fördert langfristig Wachstum und Beschäftigung. So können zum einem bestehende Arbeitsplätze gesichert und zum anderen die Ansiedlung neuer Unternehmen und damit die Schaffung neuer Arbeitsplätze gefördert werden. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand:

  • Eine bessere Planungssicherheit für Arbeitgeber und Unternehmen, da die Gesundheitskosten auf Arbeitgeberseite in Zukunft stabil bleiben.
  • Arbeitsplätze in Deutschland werden gesichert. Zukünftige Kostensteigerungen im Gesundheitswesen werden nicht mehr vollständig auf die Arbeitskosten umgelegt, sondern über Zusatzbeiträge der Versicherten getragen. Die Lohnzusatzkosten und damit die Arbeit verteuern sich so auch in Zukunft nicht mehr durch Kostenanstiege im Gesundheitswesen.
  • Deutsche Unternehmen bleiben im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig und müssen nicht aus Kostengründen Arbeitnehmer entlassen.
  • Gleichzeitig wird das System der GKV weniger anfällig gegenüber konjunkturellen Schwankungen.

Um dies zu erreichen, musste die christlich-liberale Regierungskoalition das System der gesetzlichen Krankenversicherung grundlegend verändern. Neben der Sicherstellung der sehr guten medizinischen Versorgung, war es auch das Ziel, so umzusteuern, dass zukünftig Wachstum und Beschäftigung bei steigenden Gesundheitsausgaben nicht gefährdet werden.

Um die unvermeidbaren künftigen Ausgabensteigerungen im Gesundheitswesen aufzufangen, die über die allgemeine Lohn- und Gehaltsentwicklung hinausgehen, und um die hochwertige medizinische Versorgung weiterhin sicher zu stellen, können die Krankenkassen deshalb von ihren Mitgliedern einkommensunabhängige Zusatzbeiträge erheben. Diese werden von jeder Krankenkasse – je nach ihrer wirtschaftlichen Situation – selbst festgelegt.

Mit der Weiterentwicklung der Zusatzbeiträge ist der Weg für eine weitgehende Entkopplung der Arbeitskosten von der Entwicklung der Gesundheitskosten frei. Denn nur dadurch kann eine planbare und zukunftsfeste Finanzierung der GKV sichergestellt werden, ohne dass Arbeitsplätze durch steigende Lohnzusatzkosten gefährdet werden.

Quelle:
BMG

Unternehmen unternehmen Gesundheit

Wir alle verbringen einen großen Teil unserer Zeit an unserem Arbeitsplatz. Was liegt also näher, als dafür zu sorgen, unser Arbeitsumfeld so zu gestalten, dass es für den Erhalt unserer Gesundheit förderlich ist?

Viele Firmen haben dies für sich bereits erkannt. Sie haben die Gesundheitsförderung zu einer Managementaufgabe in ihren Betrieben gemacht. Häufig sind es die kleinen und mittleren Unternehmen, die die Möglichkeiten der betrieblichen Gesundheitsförderung noch nicht ausreichend nutzen. Der Grund ist ebenso einfach wie nachvollziehbar. Sie haben oft nur wenig Mitarbeiter und einen begrenzten Gestaltungsspielraum. Dennoch steht fest: Investitionen in die Gesundheitsförderung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gerade auch von kleinen und mittleren Betrieben, sind immer Investitionen in die Zukunft unserer Gesellschaft.

Gesunde Beschäftigte in gesunden Unternehmen ist ein Ziel, an dem sich alle im Betrieb beteiligen können. Sowohl die Unternehmensleitung als auch die Beschäftigten, die Betriebs- und Personalräte sowie die Betriebs- und Werksärzte.

Wichtige Ansprechpartner sind die gesetzlichen Krankenkassen, denn sie verfügen über das Wissen und können Betrieben die notwendigen Informationen zur Verfügung stellen, damit ihnen der Schritt zur Gesundheitsförderung in dem eigenen Unternehmen gelingt.

Die Kampagne „Unternehmen unternehmen Gesundheit“ des Bundesministeriums für Gesundheit belegt: Schon heute wird betriebliche Gesundheitsförderung in vielen Betrieben vorbildlich umgesetzt. Projektbeispiele aus den einzelnen Bundesländern zeigen, dass auch in kleineren Betrieben viel für die Gesundheit der Beschäftigten getan werden kann.

Quelle:
BMG

Dateien:
Gesundheitspolitische Informationen 4 (PDF – 1MB)
Unternehmen unternehmen Gesundheit 2011 (PDF – 719KB)

Informationsplattform für Betriebliches Gesundheitsmanagement.