Präsentismus messen

Fehlzeiten und Präsentismus sind zwei Seiten einer Medaille. So sind Fehlzeiten eine greifbare Größe, die sich anhand von statistischen Kennzahlen in einem Unternehmen verhältnismäßig einfach erfassen lässt. Das Gegenstück zu den Fehlzeiten stellt der Präsentismus dar. Hiebei handelt es sich um eine schwer zu greifende Größe. Aber wie in dem Artikel Betriebliches Gesundheitsmanagement: Fehlzeiten als Kennzahl beschrieben, ist gerade der Produktivitätsverlust verursacht durch Präsentismus deutlich höher als durch das Pendant Fehlzeiten verursacht.Einen solchen Präsentismus zu messen, ist ein etwas aufwändigeres Unterfangen, wenn auch es sich lohnt. Hierbei haben sich Mitarbeiterbefragungen bewert. So wird durch eine solche Befragung das Wohlbefinden eines einzelnen aber auch einer Gruppe analysiert. Besteht eine entsprechende Schieflage, ermöglichen Befragungen diese rechtzeitig zu erkennen und frühzeitig zu reagieren. Die Folgen sind deutlich erkennbar. Ein Rückgang von Fehlzeiten und ein verbessertes Arbeitsklima können bei richtigen Strategien ein positiver Benefit sein. Im übrigen bedeutet wiederum der Rückgang von Fehlzeiten nicht automatisch eine Reduktion des Präsentismuses. So kann z.B. die Angst vor dem Verlust einer Arbeitsstelle zwar die Fehlzeiten senken, aber mit Sicherheit nicht den Präsentismus.

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Benjamin Fathi

Gründer, Redakteur und Autor
Gründer, Redakteur und Autor bei Gesundheit & Management. Gesundheitsmanager und Sportwissenschaftler.

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