Rekordstand bei Krankschreibungen

Die DAK veröffentlich die neuen Zahlen zur Arbeitsunfähigkeit für das erste Halbjahr 2016.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Quelle: Pixabay

Nach Angaben der DAK hat der Krankenstand im ersten Halbjahr einen neuen Rekord erreicht. Die Krankenkasse geht davon aus, dass die reale Zahl der Fehltage weitaus höher liegt.

In den ersten 6 Monaten des Jahres betrug der Krankenstand 4,4 % und liegt damit um 0,3 Prozentpunkte höher als in den ersten 6 Monaten des Vorjahres. Laut dem Statistischen Bundesamtes war zuletzt Mitte der Neunzigerjahre ein so großer Anteil der Beschäftigten arbeitsunfähig gemeldet.

Mehr als 37 % der Arbeitnehmer wurden mindestens einmal krankgeschrieben. Im Durchschnitt dauerte eine Krankschreibung 12,3 Tage. In 2015 waren es 11,7 Tage in der ersten Halbjahrhäfte.

Der Anstieg bei den Fehltagen ist vor allem im Bereich der Muskel-Skelett-Erkrankungen (z.B. Rückenschmerzen) und der psychischen Erkrankungen zurückzuführen. Hier stieg die Zahl der Fehltage um jeweils 13 % an.

Der Krankenstand steht häufig in einem direkten Zusammenhang mit der konjunkturellen Lage eines Landes. So sinkt nachweislich in Krisenzeiten der Krankenstand. Wohingegen in konjunkturstarken Jahren der Krankenstand ansteigt. Das DIW-Barometer bescheinigt Deutschland auch in diesem Jahr trotz Brexit einen stabilen wirtschaftlichen Aufwärtskurs. Somit können sehr wahrscheinlich die in diesem Jahr hohen Arbeitsunfähigkeitszahlen auf die gute wirtschaftliche Situation zurückgeführt werden.

 

 

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Vera Fathi

Autorin bei Gesundheit & Management. Expertin für Gesundheitsförderung und Betriebliches Gesundheitsmanagement.