Richtiges Stehen am Arbeitsplatz

Eine natürliche Körperhaltung ist für einen gesunden Rücken die selbstpflegende Maßnahme Nummer Eins.

Quelle: Pixabay

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Die Bevölkerung verbringt die meiste Lebenszeit am Arbeitsplatz, weshalb ein schonender Umgang mit den eigenen Ressourcen zwingend notwendig ist. Der richtige Stand entlastet Rücken, Beine und Füße. Fitness ist für viele eine Lebenseinstellung, die oftmals im Berufsumfeld ausgeschlossen bleibt. 

Ergonomie im Job

Arbeit muss an den ausführenden Menschen angepasst werden, wofür ergonomische Richtlinien geschaffen wurden. Wer zu lange sitzt, oder zu lange am Stück steht, leidet früher oder später an den Spätfolgen. Schmerzhafte Verspannungen, verstärkter Kopfschmerz, Bandscheibenvorfälle und ähnliches sind oftmals Folge. Gute Ausgleichsmöglichkeiten am Arbeitsplatz, verhindern möglicherweise Schädigungen der Gesundheit und beugen somit vor. Breitgefächerte Studien von Verbänden, Krankenkassen und der Rentenversicherung belegen, dass der Faktor Ergonomie eine wesentliche Rolle spielt. Im Jahr 2013 veröffentlichte die Techniker Krankenkasse eine Bewegungsstudie. Mit dem Titel: „Beweg Dich, Deutschland“ wurde eine repräsentative Studie geschaffen, – kurz Zusammengefasst – die oft als Referenz zum Thema Rückengesundheit dient.

Die fünf häufigsten Fehler

Ein Angestellter im Büro verbringt durchschnittlich 80000 Lebensstunden am Schreibtisch. Betriebsmediziner appellieren daher an geeignete ergonomische Bedingungen, um chronische Rückenleiden vorzubeugen. Zu den häufigsten Fehlern zählen:

– Fehlerhaft genutzte Arbeitsmittel
– Sitzhöhe passt nicht zur Tischhöhe
– Starres Verharren in einer Position
– Keine geeigneten Arbeitsmittel
– Zu wenige Pausen

Grundsätzliche Fehler können bereits durch gutes Arbeitsmaterial verhindert werden. Beispielsweise sorgen flimmerfreie LCD Bildschirme für eine verminderte Augenbelastung. Die richtige Position von Arbeitslampen ist dann gegeben, wenn eine direkte Lichtblendung ausgeschlossen werden kann. Moderne Steh- Sitztische sind bereits bei Behörden sehr verbreitet und dienen der Abwechslung. Lesen und telefonieren lässt es sich beispielsweise im Stand, während schreiben eher sitzend durchgeführt wird. Ein Mitarbeiter entscheidet selbst, was sich gerade besser anfühlt.

Hilfsmittel für einen gesunden Berufsalltag

Die Qualität der Arbeitsumgebung ist häufig von der aktiven Nachfrage der Angestellten abhängig. Fortbildungen zur Ergonomie im beruflichen und auch privaten Alltag sollten daher stets Bestandteil eines Fortbildungsplans sein. Auf diese Weise zeigt ein Arbeitgeber, dass er selbst die Wichtigkeit erkennt und seine Mitarbeiter entsprechend schult. Ob jemand tatsächlich richtig sitzt, steht oder sich bewegt, hängt natürlich am einzelnen selbst. Mit einer betrieblichen Unterweisung im offiziellen Rahmen sichert sich ein Unternehmen auch ein Stück weit ab und signalisiert überprüfenden Institutionen, sowie den Arbeitern selbst, die hohe Relevanz. Die arbeitsmedizinische Vorsorge ist bekannter weise Pflichtprozedur und dient als Prophylaxe. das klare Angebot auch zwischenzeitlich zum Betriebsarzt gehen zu können, hilft ebenfalls Probleme rechtzeitig anzugehen.

Fünf praktische Übungen am Arbeitsplatz

Als regelmäßige Maßnahme zur Entspannung dient die Augenpflege. Sogenannte Bildschirmarbeiter oder auch gestresste Menschen profitieren vom kurzzeitigen Relax Modus. Bewusstes Gähnen zwischendurch hilft beispielsweise, die Augen natürlich zu befeuchten. Zudem entspannt es den Kieferbereich, der im Alltag oft unbewusst angespannt wird.

Fünf weitere empfehlenswerte Tipps sind:

– Physiologisches Sitzen gegebenenfalls durch Fuß Auflage zum Ausgleich
– Ein optimales Blickfeld auf den PC schaffen
– Die Tastatur sollte fest und geradestehen
– dynamisches
– Regelmäßige Bewegung durch Streckungs- und Dehnungsübungen

 

Drei empfehlenswerte Links dazu:

http://www.kaiserkraft.de/ratgeber/tipps–empfehlungen/ergonomie-ratgeber/steharbeitsplatz-ergonomie/

http://www2.medizin.uni-greifswald.de/icm/fileadmin/user_upload/lehre/VL_Skript_2011.01.06.pdf

http://www.medvergleich.de/Artikel/Arbeiten+im+Stehen-so+stehen+sie+richtig.html

Zu letzterem zählen beispielsweise die seitliche Nackendehnung und das Strecken der Brustwirbel. Schulterkreisen und die seitliche Rumdehnung im Stehen gehören ebenfalls zum Standard. Eine gezielte Muskelentlastung wird durch kurzweilige Stärkungs-, Dehnungs-, und Streckungsübungen erreicht. Auf diese Weise steigert man seine Konzentration, die Leistungsfähigkeit und sein Wohlbefinden. Berufskrankheiten können vereitelt werden und auch die Krankheitsrate im Betrieb bleibt moderat.

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Benjamin Fathi

Gründer, Redakteur und Autor
Gründer, Redakteur und Autor bei Gesundheit & Management. Gesundheitsmanager und Sportwissenschaftler.