Schichtarbeit hochgradig ungesund

In Deutschland leiden 6% bis 10% der Bevölkerung an Schlafstörungen, so die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Damit haben Schlafstörungen den Umfang einer Volkskrankheit angenommen.

Quelle: pixabay

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Gerade Beschäftigte im Schichtdienst sind betroffen. Denn Schichtarbeit ist nicht nur anstrengend, sondern auch gesundheitsschädlich. Die wechselnden Arbeitszeiten und der damit rotierende Tag- und Nachtrhythmus führen zu einem erhöhten Krankheitsrisiko. 

Neue Studien zeigen klare Zusammenhänge zwischen Schlafmangel und Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Schlaganfall, Depressionen, geschwächter Immunabwehr sowie erhöhter Sterblichkeit. Und nicht zuletzt gehen viele psychische Störungen und kognitive Beeinträchtigungen mit Schlafproblemen einher. Ärzte des Deutschen Gewerkschaftsbundes führen 27% der Frühverrentungen auf dieses Arbeitsmodell zurück.

Wir sollten uns fragen, ob es notwendig ist, ununterbrochen zu produzieren und das Erkranken von Menschen in Kauf zu nehmen.

Selbstverständlich lässt sich Nachtarbeit nicht völlig vermeiden. Krankenhäuser können nachts nicht ohne Personal bleiben. Aber auch hier gilt es, genau hinzuschauen, und keine Mammutschichten absolvieren zu müssen.

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Vera Fathi

Autorin bei Gesundheit & Management. Expertin für Gesundheitsförderung und Betriebliches Gesundheitsmanagement.