Schutz vor innerer Kündigung

Präventionsmaßnahmen im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes.

Quelle: Pixabay

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Innere Kündigungen können unterschiedliche Auslöser haben. Aus diesem Grund sollte ein ganzheitliches Konzept immer auch das Individuum berücksichtigen. Dennoch kann innere Kündigung ein organisationales Problem darstellen. Folglich umfassen präventive Programme sowohl die organisationale als auch die individuelle Ebene.

Zu Beginn ist eine Diagnostik notwendig. Ohne diese Kann keine zielgerichtete Prävention durchgeführt werden. Hierzu eignen sich schriftliche Befragungen, die anonym durchgeführt werden und die Mitarbeiter zu den Themen Motivation, Engagement und Zufriedenheit befragen. Weitere zu hinterfragende Inhalt sind Tätigkeitsfelder, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, Mitsprache, Partizipationsmöglichkeiten und Aufstiegschancen.

Die Organisationsdiagnostik dient somit der Erhebung der Bedarfe worüber schließlich die entsprechenden Maßnahmen abgeleitet werden.

Typische Themen sind interne Kommunikation und Führungskräfteentwicklung. Gerade wertschätzende Kommunikation und Transparenz im Informationsfluss haben starken Einfluss auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Vor allem bei Umstrukturierungen brauchen Mitarbeiter Informationen zu persönlichen Auswirkungen und Chancen.

Die Erwartungen an Führungskräfte hinsichtlich der sozialen Kompetenz nehmen weiter zu. Gezielte Entwicklungsprogramme für Führungskräfte sollten hier verstärkt das Augenmerk darauf legen. Eine ehrliche wie auch empathische Kommunikation ist gegenüber Mitarbeitern wichtig. So können keine falschen Erwartungen hinsichtlich des psychologischen Vertrages aufkommen. Ebenso dürfen Führungskräfte gewisse Verhaltensweisen innerlich Gekündigter nicht einfach hinnehmen. Insbesondere für die Kollegen wird so das Signal gegeben, dass vermindertes Engagement akzeptiert wird. Das stört das Betriebsklima und kann ebenfalls Kollegen „anstecken“.

Die Rolle des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)lässt sich somit in den vorangegangenen Punkten deutlich erkennen. Die Einbindung von Programmen der Personalentwicklung in das BGM fördert die psychische Gesundheit der Mitarbeiter und reduziert das Risiko innerer Kündigung.

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Benjamin Fathi

Gründer, Redakteur und Autor
Gründer, Redakteur und Autor bei Gesundheit & Management. Gesundheitsmanager und Sportwissenschaftler.

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