Schlagwort-Archiv: demographischer Wandel

Corporate Health Convention am 19. und 20. Mai 2015 in Stuttgart

Brücke in eine gesündere Arbeitswelt

Quelle: Spring Messe Management GmbH

Quelle: Spring Messe Management GmbH

Der demografische Wandel und die Zunahme psychischer Erkrankungen erhöht die Aufmerksamkeit für das Thema betriebliche Gesundheitsförderung. Konkreten Einblick in die große Bandbreite an Ansätzen und Lösungen für eine gesündere Arbeitswelt gibt die Corporate Health Convention am 19. und 20. Mai 2015: Mehr als 130 Aussteller und ein umfangreiches Programm erwarten die Besucher in Halle 8 der Messe Stuttgart.

Neben ganzheitlichen Konzepten für Betriebliches Gesundheitsmanagement bilden Ergonomie, Stress-Prävention, E-Health, Gesundheitssport, Ernährung, Arbeitssicherheit und Beratung Schwerpunkte in der Ausstellung. Die 5. Fachmesse für betriebliche Gesundheitsförderung und Demografie schlägt zudem gezielt eine Brücke von der Theorie in die Praxis: Der neue BGM-Praxisblock mit Kurzvorträgen von Experten aus Vorreiter-Unternehmen, der Ausstellungsbereich Arbeitswelt 2020 und ein Workshop-Angebot unterstützen die Messebesucher bei der Umsetzung von Maßnahmen im eigenen Haus.

Als besonders wirksamen Hebel stellt Annette Grötzinger, Konzernexpertin Arbeits- und Organisationspsychologie der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, das ausgezeichnete Führungskonzept des Energieversorgers vor. Was Führungskompetenz in ihrem Haus bedeutet, erfahren die Messebesucher im Keynote-Vortrag „Gesunde Führung: Ein Key-Faktor für Arbeitgeberattraktivität und Unternehmenserfolg“. Zu den weiteren inhaltlichen Highlights zählen der 2. Demografietag mit einer Keynote von Rudolf Kast (ddn-Vorstandsvorsitzender) sowie die Keynote-Vorträge von Slatco Sterzenbach (Diplom Sportwissenschaftler) und Prof. Dr. Anabel Ternés (SRH Hochschule Berlin). Weitere Infos unter www.corporate-health-convention.de.

 

BGM Potential

Die Zeiten des rasanten Konjunkturaufschwungs sind scheinbar vorbei und in vielen Branchen ebbt dieser bereits wieder ab. Außerdem werden bereits jetzt verstärkte Kapitalflucht aus französischen, belgischen und italienischen Banken registriert, ganz zu schweigen von Spanien und Griechenland. Die verflochtene europäische Wirtschaft muss, wie es scheint, in den kommenden Jahren eine weitere Bewährungsprobe bestehen. Wo bleibt da das Geld für BGM?

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Gesundheit – Der 6. Kondratieffzyklus

Der russische Ökonom Nikolai Kondratieff entwickelte die Theorie der langen Konjunkturwellen. Er beobachtete in der Geschichte länger andauernde Phasen, in denen die Wirtschaft boomte. Dieser Boom ebbte jedoch nach einer länger anhaltenden Periode wieder ab. Als Ursache sah der Ökonom die  Verknappung eines wesentlichen Produktionsfaktors, wodurch dieser auf Grund seiner Schlüsselrolle die Wirtschaft hemmte. Den Unternehmen fehlten die nötigen Gewinne um weitere Investitionen zu tätigen und Arbeitnehmer weiter zu beschäftigen. Kam es zu einer neuen Innovation – z.B. die Erfindung der Dampfmaschine – wurde hier verstärkt lukrativ investiert. Da durch diese Erfindung Ressourcen wieder freigesetzt wurden, konnten diese in die anderen Bereiche der Wirtschaft fließen. Als Folge boomte die Wirtschaft.
Als die ersten fünf Erfindungen, die zu den damit verbundenen langen Konjunkturwellen führten, gelten die Dampfmaschine – die Eisenbahn – der elektrische Strom – das Auto und die Informationstechnik.

Doch wir scheinen uns mittlerweile in dem sechsten Kondratieffzyklus zu bewegen. Eine Reihe von Experten sehen die Gesundheit als den nächsten wesentlichen Wirtschaftsmotor (vgl. Händeler 2011/ Nefiodow 2006). Hierfür muss jedoch ein Umdenken stattfinden. Gesundheit wird noch zu sehr als Kostenfaktor betrachtet und wiederum zu wenig als wirtschaftlichen Antrieb. So konzentrieren sich Krankenkassen im wesentlichen auf die Behandlung von Erkrankungen und folgen somit der Formel, Gesund ist derjenige, der nicht krank ist. Somit ist selbst in der modernen Gesellschaft noch überwiegend der Gedanke der Pathogenese verbreitet. Dies wird bei der Betrachtung des bereitgestellten Budgets für präventive Maßnahmen von 2,56 € pro Versicherten ersichtlich.
Jedoch ist schon jetzt ein Umdenken zu erkennen. Dies verdeutlicht auch das steigende Interesse an der Kombination von Gesundheit und Management. Sicherlich wirken der demographische Wandel und der bevorstehende Fachkräftemangel ähnlich wie ein Katalysator und beschleunigen die ökonomische Ausrichtung. McKinsey Deutschland sieht in diesem Zusammenhang einen dringenden Handlungsbedarf (lesen Sie auch War of Talents – Eine Studie von McKinsey Deutschland) .

Quellen:
Händeler, E. (2011). Kondratieffs Gedankenwelt – Die Chancen im Wandel zur Wissensgesellschaft, Moers: Marlon.

Nefiodow. A. L. (2006). Der sechste Kondratieff. Wege zur Produktivität und Vollbeschäftigung im Zeitalter der Information. Sankt Augustin: Rhein-Sieg Verlag

McKinsey Deutschland

Warum ist gesundes Führen heute so ein großes Thema?

Der demografische Wandel – im speziellen die demographische Entwicklung seit den ausgehenden Siebzigern – hat nicht nur Einfluss auf verschiedenste Bereiche der Gesellschaft, sondern schlägt sich auch in vielen Bereichen des Unternehmensalltags nieder. Unternehmen stehen nicht nur vor der Aufgabe im Kampf um die besten Arbeitskräfte konkurrenzfähig zu sein, sondern müssen auch ihre Beschäftigten über einen längeren Zeitraum als noch vor einigen Jahren physisch und psychisch leistungsfähig halten. Maßnahmen und Aktivitäten zur Gesunderhaltung der Beschäftigten und in diesem Zusammenhang natürlich Gesundes Führen können ein wichtiges Element der Arbeitgeberattraktivität sein, wenn sie tatsächlich gelebt und intern sowie extern kommuniziert werden. Für Arbeitskräfte wird es zunehmend wichtiger, in einem Umfeld zu arbeiten, das ihnen die Möglichkeit gibt, auch langfristig die Gesundheit zu erhalten. Das Verhalten der Führungskräfte ist ein entscheidendes Element dafür. Auf der Website der Unternehmensberatung GeGeMo (Gesellschaft für Gesundheits- und Motivationsmanagement) findet sich beispielsweise der Ausspruch: Verstehen Sie gemeinsam mit uns, die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter als Wettbewerbsvorteil und lernen Sie Ihre wahre Leistungsfähigkeit kennen. Dieser Satz beinhaltet mehr wahres, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.

Ziehen wir dennoch erst einmal ein Negativbeispiel aus dem Sport heran. Ein Trainer, der seinen Schützling auf hohem Niveau trainiert und diesen Wettkämpfe in Serie bestreiten lässt, kann häufig schnelle Erfolge erzielen. Voraussetzung sind natürlich Talent sowie Leistungswille bei dem Sportler bzw. der Sportlerin. Oftmals steigt jedoch durch zu viel Training und zu viele Wettkämpfe die Verletzungsanfälligkeit und die Sportler/innen brennen aus. Gern wird in diesem Zusammenhang der Begriff des „Verheizens“ bemüht. Dieses „Verheizen“ ist in vielen Unternehmen gerade bei Führungskräften selbst und bei Nachwuchstalenten noch Usus. Kurzfristige wirtschaftliche Erfolge werden vor langfristige physicher und zunehmend auch psychischer Gesundheit sowie Bindung der Talente und Nachwuchskräfte gesetzt. Spricht sich dies außerhalb des Unternehmens durch Mundpropaganda und zunehmend auch durch Social Media (z. B. kununu) herum, dann sind die Auswirkungen für die Personalgewinnung oftmals verheerend. Ein schlechtes Image wieder „aufzupolieren“ dauert häufig Jahre, während ein positives Image innerhalb kürzester Zeit ruiniert sein kann.

Gesundes Führungsverhalten hat also nicht nur Einfluss auf den Krankenstand und die Fluktuation des eigenen Bereichs oder der eigenen Abteilung, sondern kann sich maßgeblich auf die Gewinnung und Bindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das Unternehmen auswirken. Es ist im Optimalfall ein wichtiges Element der Arbeitgeberattraktivität.

Quelle:
GeGeMo
PerWiss

Gamification: Ein guter Ansatz

Als Gamification oder Gamifizierung (seltener auch Spielifizierung) bezeichnet man die Anwendung spieltypischer Elemente und Prozesse in spielfremdem Kontext. Zu diesen spieltypischen Elementen gehören unter anderem Erfahrungspunkte,Highscores, Fortschrittsbalken, Ranglisten, virtuelle Güter oder Auszeichnungen. Durch die Integration dieser spielerischen Elemente soll im Wesentlichen eine Motivationssteigerung der Personen erreicht werden, die ansonsten wenig herausfordernde, als zu monoton empfundene oder zu komplexe Aufgaben umsetzen müssen. Erste Datenanalysen von gamifizierten Anwendungen zeigen teilweise signifikante Verbesserungen in Bereichen wie Benutzermotivation, Lernerfolg, Kundenbindung, ROI, oder Datenqualität.

Die ersten Firmen (vor allem in skandinavischen Ländern) zeigen, dass der Ansatz tatsächlich wirkungsvoll zu sein scheint und vor allem jüngere Menschen positiv anspricht. Hier sehen wir absolutes Potenzial, vor allem in Bereichen, die unter ihrer Monotonität und potenziellen Redundanz leiden.

Quelle:
Wiki