Schlagwort-Archiv: Gesundheitskultur

Chancen & Risiken des BGM

Wo das BGM in Deutschland steht, ist eine aktuelle Frage, die scheinbar nicht ganz klar beantwortet werden kann.

Quelle: VisionGesund Gesellschaft für betriebliches Gesundheitsmanagement mbH

Quelle: VisionGesund Gesellschaft für betriebliches Gesundheitsmanagement mbH

Hierzu gab es vor einem Jahr eine Veranstaltung mit dem Titel BGM 2.0 – Quo Vadis. Ein Blick in den Veranstaltungskalender für 2015 zeigt, die Weiterentwicklung des BGM ist nicht aufzuhalten: BGM 3.0 kündigt sich an. Die Digitalisierung von Gesellschaft und Wirtschaft läuft – schon längst ist die Industrie 4.0 ausgerufen. Der Unterschied? Die Industrie hat eine fast 200 jährige Geschichte und ist sich der eigenen Weiterentwicklung sehr bewusst. Weiterlesen

Kolumne – Wege zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (5)

Gesund führen

65bcb3163_6899674,3Führungskräfte spielen in Unternehmen eine Schlüsselrolle. Dies gilt für das alltägliche Geschäft wie auch für das betriebliche Gesundheitsmanagement. Der hohe Einfluss von Führungsverhalten auf die Gesundheit der Mitarbeiter ist mittlerweile hinreichend belegt. Korrelationsanalysen zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen Führungsparametern und Gesundheit bzw. Zufriedenheit der Mitarbeiter. D.h. je besser das Führungsverhalten des Vorgesetzten von den Beschäftigten empfunden wird, desto höher ist die Arbeitszufriedenheit und umso geringer sind die gesundheitlichen Beschwerden.

Weiterlesen

Kolumne – Wege zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (1)

Win-Win

65bcb3163_6899674,3Wenn an dieser Stelle nicht der Weg das Ziel sein soll und wir ein etabliertes betriebliches Gesundheitsmanagement als oberstes Ziel sehen, dann ist es nur folgerichtig, wenn wir uns zunächst dem Ziel widmen und somit die Eckpfeiler bzw. die Definition eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements betrachten. Als online Informationsplattform erlaube ich mir eine Definition von Wikipedia zu zitieren. Für alle Kritiker unter Ihnen, es folgen auch noch weitere Definitionen, die sich auf andere Quellen beziehen. Nun jedoch wie bereits angekündigt die Definition von Wikipedia:

„Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist die Gestaltung, Lenkung und Entwicklung] betrieblicher Strukturen und Prozesse, um Arbeit, Organisation und Verhalten am Arbeitsplatz gesundheitsförderlich zu gestalten. Sie sollen den Beschäftigten und dem Unternehmen gleichermaßen zugutekommen“ (1)

Diese Definition umschreibt recht einfach den Kern eines BGM und verdeutlicht gleichzeitig die anzustrebende Win-Win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Somit kann BGM mit einer anzustrebenden Win-Win-Situation verstanden werden, die im alltäglichen Arbeitsleben nicht selbstverständlich ist. Auch trifft dies nicht automatisch auf das BGM zu, sondern vielmehr lässt sich hieraus das beidseitige Interesse ableiten, warum mittlerweile insbesondere die großen Unternehmen solche Konzepte in den Betrieben installiert haben.

Der Begriff Win-Win-Situation beschreibt einen Zustand, der alle Seiten glücklich machen sollte. Möchten wir, bitte verzeihen Sie mir meine Theatralik,  dieses ausgeglichene Paradies auf Erden erreichen, dann bedeutet BGM

„1. Stärkung des Sozial- und Humankapitals
2.Verbesserung von Wohlbefinden und Gesundheit
3. Verbesserung von Produktivität, Qualität und Wirtschaftlichkeit.“ (U. Walter, 2010) (2)

Zukünftig werde ich diese drei Punkte nur noch die magischen 3 nennen. Diese Punkte können in ihrer Wichtigkeit nicht überbewertet werden. Möchten wir also die Konkurrenzfähigkeit eines BGM gegenüber anderen Geschäftsbereichen ausbauen, dann darf ebenfalls der dritte Punkt nicht vernachlässigt werden. Hierin habe ich bereits persönlich erlebt, wie sich Konzepte nahezu ins Abseits bewegt haben und zwar letztlich nur aus dem Grund, dass die Wirtschaftlichkeit des BGM schlicht nicht nachgewiesen wurde. Hiermit meine ich nicht, dass das BGM nicht effektiv war. Vielmehr wurde schlichtkeine Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt. Ich schließe diesen Absatz mit dem Verweis, dass BGM auch Controlling bedeutet. Nur so kann die Effektivität des Konzepts bewiesen werden.

Legen wir unseren Fokus nochmals auf den Titel der Kolumne. Sollen wesentliche Abschnitte der Wege beschrieben werden, dann war die Voraussetzung zunächst das Ziel zu beschreiben. Das wurde in diesem Teil getan. Nächste Woche konzentrieren wir uns auf die ersten Schritte.

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebliches_Gesundheitsmanagement Zugriff am 06.12.2013 um 14:00 Uhr.

(2) Uta Walter (2010): Standards des Betrieblichen Gesundheitsmanagements In: Badura, Bernhard/ Uta Walter/ Hehlmann, Thomas (Hrsg.): Betriebliche Gesundheitspolitik. Der Weg zur gesunden Organisation. Berlin, Heildelberg. S. 147-161.

Die Psyche macht den Stress nicht mehr mit

Das Internetportal Heise greift dieser Tage die Problematik des Burnouts erneut auf. Wie bereits in unserem Artikel über psychische Erkrankungen und den daraus resultierenden  Anstieg der Fehltage erwähnt, greift man auf Heise dieselbe Thematik auf und legt sie, wie wir finden, sehr gut dar. Der Artikel von Marzena Sicking ist kurz gehalten und gibt einen schönen Über- und Einblick in die sich herauskristallisierende Problemstellung.  Weiterlesen

BGM in Deutschland: Situation und Notwendigkeit

Dem betrieblichen Gesundheitsmanagement kommt als Bestandteil des Qualitätsmanagements eine immer größere Bedeutung zu. Dieser ohnehin stattfindende Prozess ist in den vergangenen Jahren nicht zuletzt dadurch beschleunigt worden, dass die Alterung der Gesellschaft auch vor den Unternehmen nicht halt gemacht hat und qualifizierte Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt zunehmend schwieriger zu gewinnen sind. Weiterlesen