Von der Leyen fordert psychischen Arbeitsschutz

In unserem Artikel Work-Life-Balance – Deutsche Arbeitnehmer aus dem Gleichgewicht verdeutlichen wir ein zunehmendes Problem in unserer Gesellschaft. Ein Großteil der deutschen Arbeitnehmer leiden unter einer ungünstigen Work-Life-Balance. Die ständige Erreichbarkeit der Arbeitnehmer lässt diese in der Freizeit schlecht abschalten. Der Begriff Flexibilität erscheint zunächst für einen Arbeitnehmer ein positiv besetzter Begriff zu sein – insbesondere wenn diese seitens des Arbeitgebers angeboten wird. Doch können mobile Bürokommunikation und Homeoffice die Grenzen von Arbeit und Freizeit verwischen. Nach einer Bitkom-Umfrage sind 88 Prozent der Berufstätigen auch außerhalb der Arbeitszeit für den Arbeitgeber erreichbar. So verwundert es nicht, dass mit der Zunahme von psychischen Erkrankungen die Bundesarbeitsministerin  klare Spielregeln für den Gebrauch von Firmenhandy und Mailverkehr betrifft. Von der Leyen geht sogar einen Schritt weiter und fordert einen psychischen Arbeitsschutz. Einige Firmen haben dieses Problem bereits erkannt. Als populäres Beispiel gilt VW, das mit der Blackberry-Sperre nach der Arbeitszeit für Aufsehen gesorgt hat. Viele Unternehmen überprüfen zurzeit den Ist-Zustand in den eigenen Betrieben und erstellen psychische Gefährdungsbeurteilungen. Als logische Folge werden anschließend Handlungskataloge erstellt, welche festhalten wie welche Gefährdung behoben werden soll. Eine solche systematische Aufbereitung von Defiziten ist wünschenswert. Somit können wir von G&M die Aufforderung von der Bundesarbeitsministerin nur unterstützen.

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Benjamin Fathi

Gründer, Redakteur und Autor
Gründer, Redakteur und Autor bei Gesundheit & Management. Gesundheitsmanager und Sportwissenschaftler.