Weniger Geld, auch für Topmanager?

Investmentbanken stehen unter strenger Beobachtung und im steten öffentlichen und privaten Diskurs. Diesmal sollen die geplanten Sparrunden und Entlassungen auch die Topmanager erreichen.

Die BCG (Boston Consulting Group) gibt einen geplanten Stellenabbau von gut 10% im Bereich der Investmentsparten an. Aller Vorraussicht nach sind dieses mal nicht nur Broker und Banker der zweiten Riege betroffen, sondern auch Fürhungskräfte, so die BCG Experten. Ebenfalls sollen Bonifikationen und Gehälter weiter nach unten angepasst werden: „Da Erträge und Gewinne sinken, müssen Banken neue Anreize finden, um ihre Toptalente zu halten„, so die Studie.

Die Return on Equity (ROE) lag vor der Finanz- und Wirtschaftsflaute weltweit durchschnittliche bei über 20 Prozentpunkten. Mittlerweile sind die Investmentsparten froh, wenn sie einstelligen EK-Renditen vorweisen können. Der genannte Schritt ist also durchaus logisch im Marktwirtschaftlichen Sinne von Angebot und Nachfrage. Die ROE wird mit Sicherheit wieder steigen, fraglich bleibt jedoch trotz allem, ob die fantastischen Gewinne von einst, je wieder erreicht werden können und das über einen längeren Zeitraum.

Doch bei sinkenden Gewinnen und somit auch weniger Geld für die Toptalente der Branche bleiben wenig Möglichkeiten diese zu halten ohne eine grundlegende Änderung des eigenen Systems vorzunehmen. Permanent Recruiting erledigt sich nicht von selbst und erfordert ständiges und wiederholtes Engagement der leitenden Personen. Am Ende ist es immer nur die Frage: Ist es das wert?

Quelle:
MM

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Jan Wunderlich

Autor bei Gesundheit & Management.

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